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Drehzahlüberwachung RC3

Drehzahlüberwachung RC3 für Fahrtreppen-Motoren – TÜV-geprüft nach EN 115:2008, sechs Nennfrequenzen (66⅔ bis 500 Hz), automatischer Selbsttest, DIN-Hutschienen-Montage
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Indikator für Drehzahlüberwachung RC3:
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Drehzahlüberwachung RC3 für Fahrtreppen

Warum wird die Drehzahl bei Fahrtreppen überwacht?

Die Drehzahlüberwachung ist ein sicherheitskritisches Element in jeder Fahrtreppe. Gemäß der europäischen Norm EN 115:2008 müssen Fahrtreppen mit einer zuverlässigen Geschwindigkeitsüberwachung ausgestattet sein, die den Motor bei gefährlichen Drehzahlabweichungen sofort abschaltet. Eine fehlerhafte Drehzahl kann zu schweren Unfällen führen – sei es durch plötzliches Beschleunigen (Überdrehzahl), unerwartetes Abbremsen (Unterdrehzahl) oder eine Drehrichtungsumkehr.

Die Drehzahlüberwachung RC3 von RLS Wacon ist eine TÜV-baumustergeprüfte Sicherheitskomponente, die seit Jahren erfolgreich in Fahrtreppen und Fahrsteigen weltweit eingesetzt wird. Sie überwacht zuverlässig drei Drehzahlbereiche und erkennt vier verschiedene Gefahrenzustände, die jeweils zur sofortigen Abschaltung des Fahrtreppen-Motors führen.

Wie funktioniert die Drehzahlüberwachung RC3?

Die RC3 erfasst die Drehzahl des Fahrtreppen-Motors über zwei induktive Näherungsschalter (NAMUR-Sensoren), die an der Schwungscheibe des Motors angebracht sind. Die Sensoren werden direkt vom Gerät mit 9 V DC versorgt (max. 50 mA pro Ausgang) und benötigen keine externe Spannungsquelle. Es können sowohl 2-Draht-Sensoren (NAMUR) als auch 3-Draht-Sensoren adaptiert werden.

Das Gerät überwacht kontinuierlich drei Drehzahlbereiche und unterscheidet dabei vier Abschaltkriterien:

Abschaltkriterium Schwellwert Reaktion
Unterdrehzahl < 19,5 % UPMNENN Abschaltung nach 2,6 Sekunden
Überdrehzahl > 117 % UPMNENN Sofortige Abschaltung
Drehrichtungsumkehr Abfall von > 19,5 % auf < 19,5 % UPMNENN Sofortige Abschaltung
Sensor-Ausfall Kurzschluss, Unterbrechung, Oszillieren Sofortige Abschaltung

Bei jedem Einschalten der Netzspannung führt die RC3 einen automatischen Selbsttest durch (max. 2,8 Sekunden). Dabei werden die Sensoren abgeschaltet und alle vier Abschaltbedingungen durch einen internen Sweep-Generator simuliert. Erst nach erfolgreichem Selbsttest und geschlossenem Motorschütz-Kontakt leuchtet die grüne LED „NORMAL“ und die Ausgangsrelais geben den Motor frei.

Der Sicherheitsausgang zur Treppensteuerung enthält intern zwei in Reihe geschaltete, potentialfreie Arbeitskontakte (Klemme 17/18), die in die Sicherheitskette eingeschleift werden und mit der Sicherung F2 (2 Atr.) gegen Überlastung abgesichert sind. Auf der STATUS-Klemmleiste stehen zusätzlich potentialfreie Kontakte für die Statusmeldung (NORMAL/FEHLER) sowie ein aufbereitetes Sensor-Signal (Optokoppler-Ausgang) zur Verfügung.

Der erste zur Abschaltung führende Fehler wird durch eine der vier LEDs an der Frontplatte angezeigt (LO, HI, SENS FAIL, NORMAL). Die Wiederbereitschaft kann nur durch Betätigen der RESET-Taste – lokal oder über den externen RESET-Eingang (Pin 1/2) – nach Überprüfung durch Fachpersonal erfolgen. Bei Sensor-Defekt oder internem Fehler ist ein Neustart ohne vorherige Fehlerbehebung nicht möglich.

Verfügbare Sensor-Nennfrequenzen

Die RC3 ist in sechs verschiedenen Sensor-Nennfrequenzen erhältlich. Die Nennfrequenz entspricht der Impulsfrequenz des Sensors bei 100 % Nenndrehzahl des Fahrtreppen-Motors:

Nennfrequenz Artikelnr. vertikal Artikelnr. horizontal
66⅔ Hz 80-200300 80-200304
80 Hz 80-200303 80-200305
100 Hz 80-200301 80-200306
250 Hz 80-200302 80-200307
333 Hz 80-200311 80-200314
500 Hz 80-200315 80-200316

Vorteile der Drehzahlüberwachung RC3

  • TÜV-baumustergeprüft nach EN 115:2008

    Zertifizierte Sicherheit für den Einsatz in Fahrtreppen gemäß europäischer Norm

  • Sechs Sensor-Nennfrequenzen verfügbar

    66⅔, 80, 100, 250, 333 und 500 Hz – passend für verschiedene Getriebeübersetzungen und Nockenanzahlen

  • Automatischer Selbsttest bei jedem Einschalten

    Alle vier Abschaltbedingungen werden intern simuliert – maximale Betriebssicherheit

  • Vier unabhängige Abschaltkriterien

    Unterdrehzahl, Überdrehzahl, Drehrichtungsumkehr und Sensorausfall werden zuverlässig erkannt

  • Kompakte Bauform mit DIN-Hutschienen-Montage

    64 × 104 × 135 mm – einfache Installation im Schaltschrank, vertikal oder horizontal

  • Niedrige Leistungsaufnahme unter 5 VA

    Energieeffizient im Dauerbetrieb bei 230 V AC

  • Integrierte Sensorversorgung 9 V DC

    Keine externe Spannungsquelle für die Näherungsschalter erforderlich – 2-Draht (NAMUR) und 3-Draht kompatibel

Einsatzbereich

Die Drehzahlüberwachung RC3 wird in Fahrtreppen und Fahrsteigen zur normgerechten Geschwindigkeitsüberwachung gemäß EN 115:2008 eingesetzt. Sie überwacht den Antriebsmotor über induktive Näherungsschalter an der Schwungscheibe und schaltet den Motor bei gefährlichen Drehzahlabweichungen zuverlässig ab.

Installation und Inbetriebnahme

Zum Betrieb des Gerätes werden zwei Drehzahl-Sensoren und ein potentialfreier Kontakt vom Fahrschütz benötigt.

  1. Gerät im Schaltschrank montieren – vertikal (Schraubbefestigung) oder horizontal (DIN-Hutschiene, Montageclip im Lieferumfang)
  2. Zwei induktive Näherungsschalter (NAMUR oder 3-Draht) an der Schwungscheibe des Motors anbringen
  3. Sensoren an die 8-polige Eingangsklemmleiste anschließen: Sensor 1 an Pin 9/10 (ggf. +9V an Pin 11), Sensor 2 an Pin 12/13 (ggf. +9V an Pin 14)
  4. Potentialfreien Kontakt des Fahrschützes anschließen: entweder an Eingang M (Pin 15/16, 12 V) oder an MH1/MH2 (Pin 19/20, 230 V AC) – nicht beide gleichzeitig!
  5. Sicherheitsausgang (Klemmen 17/18) in die Sicherheitskette der Treppensteuerung einschleifen – abgesichert mit F2 (2 Atr.)
  6. Netzspannung 230 V AC an Klemmen 21/22/23 anschließen – Masseklemme (23) mit der Zentralerde verbinden
  7. Netzspannung einschalten – automatischer Selbsttest läuft (max. 2,8 s)
  8. Nach erfolgreichem Selbsttest leuchtet die grüne LED „NORMAL“ – der Motor kann gestartet werden

Tipp für die Installation

Verwenden Sie abgeschirmte Sensorleitungen. Bei NAMUR-Sensoren (2-Draht) darf der Leitungswiderstand max. 100 Ω betragen. Für 3-Draht-Sensoren stehen getrennte Versorgungsspannungen von +9 V (max. 50 mA pro Ausgang) zur Verfügung. Um ein Oxidieren des Fahrschütz-Kontaktes zu vermeiden, wird die Verwendung des 230 V-Eingangs MH1/MH2 (Pin 19/20) empfohlen.

Wichtige Hinweise

  • Das Gerät muss an der Masseklemme mit der Zentralerde verbunden werden – Betrieb ohne Erdung kann zu Funktionsstörungen führen
  • Es dürfen nur die bauartgeprüften Sicherheitskontakte (Klemme 17/18) zur Geschwindigkeitsüberwachung verwendet werden
  • Die Dokumentation ist Bestandteil der Anlage und muss im Schaltschrank deponiert werden (TÜV-Vorschrift)
  • Ein RESET nach Fehlerabschaltung darf nur nach Überprüfung der Fahrtreppe durch Fachpersonal erfolgen
  • Die gleichzeitige Benutzung beider Motorschütz-Eingänge (M und MH) ist nicht zulässig
  • Bei nicht plausiblen Sensor-Signalen wird der Motor abgeschaltet – nur nach Fehlerbehebung ist ein Neustart möglich
  • Beim Schalten induktiver Lasten an den STATUS-Ausgängen (FAIL/NORMAL) müssen geeignete Schutzschaltungen (Varistor o. ä.) verwendet werden

Spezifikationen im Überblick

Eigenschaft Wert
Betriebsspannung 230 V AC ±10 %, 40 – 60 Hz
Leistungsaufnahme < 5 VA
Schaltstrom Sicherheitsausgang 2 A (max. 8 A), abgesichert mit F2 (2 Atr.)
Netzabsicherung F1 (0,125 Atr.) primärseitig
Temperaturbereich -20 °C bis +65 °C
Sensor-Typ Induktiver Näherungsschalter (NAMUR) oder 3-Draht
Sensor-Betriebsspannung 9 V DC (max. 50 mA pro Ausgang)
Sensor-Leitungswiderstand (NAMUR) max. 100 Ω
Nennfrequenzen 66⅔, 80, 100, 250, 333, 500 Hz
Abschaltkriterium Unterdrehzahl < 19,5 % UPMNENN (nach 2,6 s)
Abschaltkriterium Überdrehzahl > 117 % UPMNENN
Abschaltkriterium Drehrichtungsumkehr von > 19,5 % auf < 19,5 % UPMNENN
Sensor-Ausfall Kurzschluss, Unterbrechung, Oszillieren
Selbsttest Automatisch bei jedem Einschalten (max. 2,8 s)
Abmessungen (B × H × T) 64 × 104 × 135 mm
Abmessungen inkl. Steckverbinder 64 × 104 × 145 mm
Abmessungen inkl. Steckverbinder und Montageclip 64 × 104 × 152 mm
Gehäuse Abgeschirmtes Kunststoffgehäuse
Montage vertikal Schraubbefestigung (ohne Montageclip)
Montage horizontal DIN-Hutschiene (Montageclip im Lieferumfang)
Sicherheitsausgang 2 in Reihe geschaltete potentialfreie Arbeitskontakte (Klemme 17/18)
Statusausgang FAIL Halbleiterrelais, max. 400 V AC/DC, max. 100 mA (Pin 5/6)
Statusausgang NORMAL Halbleiterrelais, max. 400 V AC/DC, max. 100 mA (Pin 7/8)
Sensor-Ausgang Optokoppler, max. +70 V DC, typ. 10 mA (Pin 3/4)
Externer RESET Potentialfreier Arbeitskontakt, 100 ms – 2 s (Pin 1/2)

Lieferumfang

Komponente
1 × Drehzahlüberwachung RC3 (konfiguriert für gewählte Nennfrequenz)
1 × Befestigungsclip für DIN-Hutschienen-Montage (nur bei Version für horizontalen Einbau)
Technische Dokumentation

Normen und Zertifizierungen

Norm Beschreibung
EN 115:2008 Sicherheit von Fahrtreppen und Fahrsteigen
EN 50081-1 Elektromagnetische Verträglichkeit – Fachgrundnorm Störaussendung
EN 50082-1 Elektromagnetische Verträglichkeit – Fachgrundnorm Störfestigkeit
DIN EN 12015 EMV – Störaussendung von Aufzügen, Fahrtreppen und Fahrsteigen
DIN EN 12016 EMV – Störfestigkeit von Aufzügen, Fahrtreppen und Fahrsteigen
EN 61508 Funktionale Sicherheit
EN 954-1 Sicherheit von Maschinen – Sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen

TÜV-Baumusterprüfung: Alle 230 V Versionen sind TÜV BG-baumustergeprüft nach EN 115:2008.

Zusätzliche Informationen

Nenndrehzahl

66 Hz, 80 Hz, 100 Hz, 250 Hz, 333 Hz, 500 Hz

Einbaurichtung

,

Flyer
Bedienungsanleitungen